Geschäftslogik vom Anwendungscode entkoppeln

Anwendungen verwalten Daten und Prozesse. Fachbereiche verwalten Geschäftsentscheidungen.

Unternehmen passen kontinuierlich Preisregeln, Freigabekriterien, Validierungslogiken, Produktklassifikationen, Rabattmodelle und Compliance-Vorgaben an.

Diese Geschäftsentscheidungen verändern sich deutlich schneller als die Anwendungen, in denen sie häufig implementiert werden.

CLE ermöglicht es Unternehmen, Geschäftsentscheidungen unabhängig von ihren Anwendungen zu verwalten, während Anwendungen weiterhin für Transaktionen, Prozesse, Integrationen und Benutzeroberflächen verantwortlich bleiben.

Entwickler entwickeln Anwendungen. Fachbereiche entwickeln Entscheidungen.

Geschäftsentscheidungen ändern sich schneller als Anwendungen

Jedes Unternehmen arbeitet mit tausenden Geschäftsentscheidungen.

  • Welcher Preis gilt?
  • Welcher Kunde erhält einen Rabatt?
  • Welcher Freigabeprozess ist erforderlich?
  • Welche Produktklassifikation gilt?
  • Welche Validierungsregeln müssen erfüllt werden?
  • Welche Margenziele müssen erreicht werden?

Diese Entscheidungen bleiben selten dauerhaft unverändert.

Neue Produkte, Kunden, Vorschriften, Märkte und Geschäftsmodelle erzeugen kontinuierlich neue Anforderungen.

In vielen Unternehmen werden diese Regeln jedoch direkt in ERP-Systemen, CRM-Anwendungen, Individualsoftware, Integrationen oder Skripten umgesetzt. Mit zunehmender Komplexität wird die Konsistenz über mehrere Systeme hinweg immer schwieriger.

Die Entkopplung von Geschäftslogik löst dieses Problem durch die Einführung einer eigenständigen Entscheidungsschicht zwischen Anwendungen und Entscheidungsmodellen.


Das Problem verteilter Geschäftslogik

Die meisten Unternehmen nutzen eine Vielzahl von Anwendungen:

  • ERP
  • CRM
  • CPQ
  • PIM
  • Webshops
  • Kundenportale
  • Mobile Anwendungen
  • Individualsoftware

Mit der Zeit entstehen identische oder ähnliche Regeln in mehreren dieser Systeme.

Preislogik existiert häufig gleichzeitig in ERP-Systemen, CRM-Anwendungen und Webshops.

Validierungsregeln werden in Benutzeroberflächen, ETL-Prozessen und APIs mehrfach umgesetzt.

Freigaberegeln finden sich in Workflows, Skripten und Anwendungscode wieder.

Je mehr Systeme dieselbe Geschäftslogik enthalten, desto höher werden Wartungsaufwand, Änderungsrisiko und Inkonsistenzen.


Ein anderer Architekturansatz

Die Entkopplung von Geschäftslogik trennt operative Systeme von Geschäftsentscheidungen.

Unternehmensanwendungen

Anwendungen bleiben verantwortlich für:

  • Datenhaltung
  • Transaktionen
  • Integrationen
  • Benutzeroberflächen
  • Workflows
  • Sicherheit

CLE

CLE übernimmt:

  • Preisentscheidungen
  • Validierungsentscheidungen
  • Klassifikationsentscheidungen
  • Freigabeentscheidungen
  • Geschäftsberechnungen
  • Regelbewertungen

Dadurch können sich Anwendungen und Entscheidungsmodelle unabhängig voneinander weiterentwickeln und bleiben über APIs miteinander verbunden.


System of Record und System of Decision

Eine einfache Möglichkeit, diese Architektur zu verstehen, besteht darin, zwischen zwei Verantwortlichkeiten zu unterscheiden.

System of Record

ERP-, CRM- und PIM-Systeme verwalten operative Geschäftsdaten.

Sie verwalten:

  • Kunden
  • Produkte
  • Lagerbestände
  • Aufträge
  • Verträge
  • Transaktionen

System of Decision

Entscheidungsmodelle bestimmen:

  • welcher Preis gilt
  • welcher Rabatt gilt
  • welche Klassifikation gilt
  • welche Freigabe erforderlich ist
  • welche Validierungen erfüllt werden müssen

CLE stellt diese Entscheidungsschicht bereit.

Die operativen Systeme bleiben die autoritativen Datenquellen. CLE liefert konsistente Geschäftsentscheidungen über alle Anwendungen hinweg.


Zentrale Entscheidungslogik statt verteilter Regeln

Ein wesentlicher Vorteil der Entkopplung von Geschäftslogik besteht darin, Entscheidungslogiken zentral zu verwalten.

Anstatt dieselben Regeln in mehreren Anwendungen zu pflegen, wird ein einziges Entscheidungsmodell erstellt, das von allen angebundenen Systemen genutzt wird.

Mehrere Anwendungen verwenden dieselbe Decision Runtime. Dadurch wird die Duplizierung von Geschäftslogik in ERP-, CRM-, E-Commerce- und Fachanwendungen vermieden.

Die Vorteile:

  • Konsistente Entscheidungen
  • Weniger Pflegeaufwand
  • Einfachere Governance
  • Schnellere fachliche Änderungen

Wie CLE funktioniert

Fachbereiche modellieren Geschäftsentscheidungen in Excel.

Die Excel-Datei ist der Source Code des Entscheidungsmodells.

CLE analysiert die Arbeitsmappe und kompiliert sie in einen ausführbaren Dependency Graph.

Anwendungen senden Geschäftsobjekte als JSON.

CLE bewertet das Entscheidungsmodell und ergänzt die Entscheidungsergebnisse über REST APIs.

flowchart TB

    D["<b>Excel-Arbeitsmappe<br/>(Source Code)</b>"]
    C["<b>CLE<br/>Decision Runtime</b>"]
    A["<b>Unternehmensanwendungen</b>"]

    D ==> C

    A -->|"EINGABE<br/><b>Geschäftsobjekt<br/>(JSON)</b>"| C
    C -->|"AUSGABE<br/><b>Angereichertes Geschäftsobjekt + Entscheidungsergebnisse</b>"| A

    C:::Rose

    classDef Rose stroke-width:1px,stroke:#FF5978,fill:#FFDFE5

    style A fill:#E3F2FD
    style D fill:#FFF9C4,stroke:#D4AF37

    linkStyle 0 stroke:#D4AF37
    linkStyle 1 stroke:#000000
    linkStyle 2 stroke:#000000

Fachbereiche arbeiten weiterhin mit vertrauten Entscheidungsmodellen.
Entwickler nutzen Entscheidungsergebnisse über standardisierte APIs.


Beispiel: Die Kosten verteilter Preislogik

Wenn Preisregeln gleichzeitig in ERP-Systemen, CRM-Anwendungen, Webshops und Individualsoftware existieren, wird jede Änderung zu einem Synchronisationsproblem.

Ein Team aktualisiert die Preislogik im ERP.

Ein weiteres Team aktualisiert den Webshop.

Ein drittes Team passt CRM-Integrationen an.

Ein viertes Team aktualisiert individuelle Importprozesse.

Mit der Zeit existiert dieselbe Preisregel in mehreren Implementierungen, die von unterschiedlichen Teams gepflegt und zu unterschiedlichen Zeitpunkten veröffentlicht werden.

CLE zentralisiert Preisentscheidungen in einer einzigen Decision Runtime.

Jede Anwendung nutzt dieselbe Preislogik über dieselbe API.

Für Unternehmen mit hunderttausenden Produkten reduziert dies doppelte Implementierungen und schafft eine zentrale Quelle für Preisentscheidungen.

👉 Siehe auch: Excel-Preislogik als API bereitstellen


Beispiel: Produktvalidierung

Viele Unternehmen verwenden umfangreiche Validierungslogiken während Importen, Datenpflege und Freigabeprozessen.

Typische Beispiele:

  • Pflichtfelder
  • Konsistenzprüfungen
  • Gesetzliche Anforderungen
  • Vollständigkeitsprüfungen
  • Feldübergreifende Validierungen

Anstatt diese Regeln in mehreren Anwendungen zu verteilen, kann ein zentrales Entscheidungsmodell das Geschäftsobjekt bewerten und die Validierungsergebnisse über einen einzigen API-Aufruf bereitstellen.


Beispiel: Produktklassifikation

Produktklassifikationen basieren häufig auf dutzenden oder hunderten Kriterien.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Produkttyp
  • Abmessungen
  • Materialien
  • Kundenvorgaben
  • Länderspezifische Anforderungen
  • Branchenstandards

Mit CLE werden Klassifikationsregeln zentral gepflegt und überall konsistent angewendet, wo Produktinformationen verwendet werden.


Vorteile der Entkopplung von Geschäftslogik

Schnellere Anpassungen

Geschäftsregeln entwickeln sich unabhängig von Software-Releases weiter.

Konsistente Entscheidungen

Dieselben Regeln gelten in allen angebundenen Anwendungen.

Zentrale Governance

Geschäftslogik wird an einer Stelle gepflegt und kontrolliert.

Geringere technische Komplexität

Anwendungen konzentrieren sich auf Prozesse und Daten. Entscheidungsmodelle konzentrieren sich auf Geschäftslogik.

Einfachere Modernisierung

ERP-, CRM- und Individualanwendungen können ersetzt oder modernisiert werden, ohne die Geschäftslogik neu zu implementieren.

Fachliche Verantwortung

Fachbereiche pflegen Entscheidungen in Modellen, die ihre fachliche Expertise direkt widerspiegeln.


Für Geschäftsentscheidungen entwickelt

CLE wurde für Geschäftsentscheidungen entwickelt, die verschiedene Arten von Logik kombinieren:

  • Berechnungen
  • Bedingungslogik
  • Lookups
  • Validierungsregeln
  • Klassifikationsregeln
  • Freigabekriterien

Anwendungen behalten die Verantwortung für Daten und Prozesse.

CLE stellt die Entscheidungsschicht bereit, die Fachwissen und Unternehmenssoftware miteinander verbindet.


Entwickler entwickeln Anwendungen. Fachbereiche entwickeln Entscheidungen.

Die Entkopplung von Geschäftslogik bedeutet letztlich, Verantwortlichkeiten den Personen zuzuweisen, die sie am besten verstehen.

Entwickler entwickeln robuste Anwendungen, APIs und Integrationen.

Fachbereiche definieren Preislogiken, Freigaberichtlinien, Validierungsregeln und operative Entscheidungen.

CLE verbindet beide Welten durch eine eigenständige Decision Runtime, die Geschäftsentscheidungen unabhängig vom Anwendungscode ausführt.


Entdecken Sie Business Logic Decoupling mit CLE

Ob Preislogik, Produktvalidierung, Klassifikation, Freigaberegeln oder Data Governance:

CLE stellt eine eigenständige Decision Runtime bereit, die Geschäftsentscheidungen vom Anwendungscode trennt.

Erfahren Sie, wie Unternehmen Entscheidungslogik über ERP-Systeme, CRM-Plattformen, Webshops und Individualsoftware hinweg zentralisieren.

Entwickler entwickeln Anwendungen. Fachbereiche entwickeln Entscheidungen.

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